Ecuador

Ecuador

Samstag, 13. September 2014

vor drei wochen

Hola,

heute ist es genau drei Wochen her, dass ich meine Gewohnheit verlassen habe und in Ecuador gelandet bin. Ich merke schon, dass ich wieder richtig viel schreiben könnte, aber das mache ich ein anderes mal, denn ich möchte eigentlich nur von meinem coolen Tag heute berichten.
Also wir sind heute zum teleferico gefahren, dass ist eine Seilbahn, die einen von Quito hoch auf einen Berg transportiert. logisch Seilbahn ne? :D
Normalerweise habe ich ja meistens Angs, dass die Gondel runterfallen könnte oder so was, aber meine Mama hat mich davor bewahrt. Sie leidet voll unter Höhenangst, dass sie trotzdem mitgekommen ist finde ich echt richtig toll *_* Sie hatte den ganzen Weg Angst und obwohl das eigentlich überhaupt nicht lustig ist, mussten Pablo und ich einfach die ganze Zeit so lachen, dass wir die Höhe nicht mehr bemerkt haben.
Als wir dann oben angekommen sind, haben wir natürlich erstmal eine mege Fotos gemacht:D ich lade mal die besten hoch:
das ist echt ein krassen Gefühl, auf einem 4000 Meter hohem Berg zu stehen 
Meine Mama und mein Bruder Pablo <3

Nachdem wir dann unsere Fotos gemacht haben, und ich vertig war mit staunen, sind wir dann ein bisschen weiter gelaufen.
Wir sind dann so einen kleinen Berg bzw. Hügel hochgelaufen und oben angekommen haben uns diese süßen Alpakas erwartet. Ich hab echt gedacht, dass ich einen Marathon gelaufen bin, nach dem ich endlich oben angekommen war. Mein Herz hat so gerast und wir alle waren so fertig- wenn man mal bedenkt, dass wir einfach mal 4000 Meter hoch waren ist das schon echt ganz schön krass. Ich mein, ich war schon öfter mal auf irgendwelchen Bergen, aber so hoch war ich echt noch nie. Es hat da auch ziemlich gezogen und es war arschkalt. Natürlich war mir vorher nicht so bewusst, dass wir so hoch sein werden, denn sonst hätte ich mir eine lange Hose angezogen. Meine Mama meinte zwar, dass es richtig richtig kalt werden würde, aber ich hab halt nicht gedacht, dass es so kalt wird, denn normalerweise übertreiben die hier immer ein bisschen :D naja ok, so kalt war es auch nicht, denn ich hatte ja meinen Pulli an- nur an den Beinen war es ein bisschen kalt, aber das hat mich irgendwie an die Male erinnert, an denen ich zu faul war vor meinem Volleyballtraining über meine kurze Hose eine lange zu ziehen- im Winter versteht sich :D Das lustigste war einfach, dass voll viele Ecuadoraner mit Mütze, Schal und Handschuhen gekommen sind, und ich einfach nur meine Shorts anhatte:D  Aber die Rötung wegen der Kälte, war dann auch schnell wieder weg:D Aber alle haben mich angeguckt, als sei ich ein Aileen und mein Brunder hat schon so gefrohren, obwohl er lange Sachen anhatte:D ich bin halt die deutsche Kälte gewöhnt!
Blick über einen Teil von Quito


In 4000 Metern auf einem Berg zu stehen? Ehrlichgesagt ist das ein ganz schön krassen Gefühl finde ich. Wenn du deinen Blick über  Quito schweifen lässt, ist plötzlich alles ganz klein. Die Stadt, die dir immer so riesig vorgkam so als ob sie kein Ende hätte, ist auf einmal ganz klein und lässt sich gut überschauen. Du merkst irgendwie, dass die paar Probleme, die du hast auf einmal richtig klein sind.  Und dass ein einzelner Mensch irgendwie ganz klein und wenig ist, wenn man mal die Perspektive ändert:D
Nachdem wir dann wieder unten angekommen sind, sind wir noch durch das historische Zentrum von Quito gefahren. Da wir aber alle richtig müde waren und wir auch kein Parkplatz gefunden haben, beschlossen wir, dass wir uns das Zentrum heute nicht angucken werden, sondern nochmal herkommen werden. Das kam mir ehrlichgesagt ziemlich recht:D
Wir sind dann noch lecker essen gegangen. Jetzt schreibe ich diesen Post und gleich muss ich noch meine Sachen packen, denn morgen gehts für mich ab ins Sprachcamp *_* Darauf freu ich mich schon richtig:D mit 80 anderen Austauschschülern in einem All inclusive Hotel :D Das wird bestimmt richtig cool:D
Viele Grüße vom (wahrscheinlich) anderem Ende der Welt,
Lisa 

Das ist mein Lieblingsfoto :D Auch wenn meine Haare vom ganzen Wind ziemlich scheiße aussehen

Ach ja und was ich ehrlichgesagt echt nicht verstehen kann, dass ich von heute schon wieder Sonnenbrand  bekommen habe, obwohl ich mich extra zwei mal mit 50 Sonnencream eingecreamt habe! -ok, wir waren ziemlich hoch , aber das ist trotzdem kein Grund :/  ich glaube, dass ich rot wie eine Tomate vom Sprachcamp wiederkommen werde (Der Meinung sind hier irgendwie aber auch alle)

Samstag, 6. September 2014

"comes la comida de mi comida"

Hola,
diesmal wird es wirklich nur ein kurzer Post:D
Also, heute hat sich die ganze Familie in dem Wochenendhaus getroffen, das ich ja schon kenne. Meine Mamá hat mir davor schon erzählt, dass wir wahrscheinlich so um die 50 Personen sein werden, darauf hin war ich nicht mehr so begeistert, denn ich wusste noch aus Frankreich, dass es echt anstrengend so viele Menschen um sich zu haben, die alle eine andere Sprache hören. Aberso schlimm war es gar nicht:)
Dank meinem super coolen Bruder war es auch überhaupt nicht langeweilig, weil wir immer was zusammen gemacht haben:)
Boh, wir haben den ganzen Tag soooo vieel gegessen.... Wir kamen ertmal an und uns wurde sofort chips,Popcorn und so was angeborten. Mein Papa kam dann zu mir uns wollte wissen, ob ich ein Bier haben möchte. Ich hatte das Bier, das es gab schon vorher probiert, aber habe erstmal gezögert, denn offiziell dürfen wir von Rotary aus ja überhaupt nicht trinken :D Aber ich hab dann eins genommen. Ich finde, dass das Bier hier ein bisschen wir V+ schmeckt, obwohl es gar nicht mit irgendwas gemischt ist. Aber mir schmeckt das Bier hier sehr gut :D Ich habe zum Mittagessen aber nur Salate gegesse, weil es Hühnchen gab und ich ja Vegetarierin bin :) Sehr zur Sorge meiner Familie, dass ich nicht satt werde- obwohl ich schon fast geplatzt bin :/ Aber der Nachtisch war echt super lecker. Also das grüne und das rote war Lemonen- und Himmbeereis, das über dem Löffes war so Torte und das letzte kann ich nicht übersetzten. Auf Spanisch heißt das "tres leche", das heißt soviel wie drei Milchsorten aber ich habe halt nichts zum vergleichen :/


 Ich habe mich ziemlich lang mit meinem Onkel unterhalten, ich glaube zumindestens, dass das ein Onkel war:D das ist hier alles ein bisschen verwirrend. Wir haben darüber geredet, dass ich ja kein fleisch esse und das konnte er einfach nicht nachvollziehen. Irgendwann haut er so raus: "Tu comes la comida de mi comida" (Du isst das Essen von meinem Essen) ich musste sooo lachen, weil er sich vorher schon die ganze Zeit Gedanken gemacht hat, was ich denn dann esse. Das war schon echt lustig:D
Jetzt kommen nur noch ein Paarbilder von dem Wochenendhaus, damit ihr euch das ein bisschen vorstellen könnt.

das Haus mit Pool
unter Palmen essen :D
Pool mit warmen Wasser :D

Palmen *_



*
So das war mein Post über meinen heutigen Tag. Es tut mir wiklich leid, dass der irgenwie nur so abgehackt geschrieben ist, aber ich komme gerade irgendwie nicht richtig in einen Schreibfluss- wahrscheinlich weil ich so müde bin. Aber wenn ich das jetzt nicht geschrieben hätte, würde ich ihn wahrscheinlich nie mehr schreiben so wie ich mich kenne:D

Besos
Lisa

Dienstag, 2. September 2014

mi primera día en el colegio

Hola,

am Montag kam der Tag, den ich während meiner ersten Woche hier in Ecuador erfolgreich verdrängt habe, weil ich erstens überhaupt keine Lust auf Schule hatte und ich zweitens Angst hatte, dass mich keiner Mag.
Ich musste um sechs Uhr aufstehen, war aber schon ab fünf wach, weil ich nicht mehr schlafen konnte. Als ich dann duschen wollte, musste ich leider feststellen, dass das warme Wasser nicht ging und ich deswegen mit eiskaltem Wasser duschen musste und danach musste natürlich ich meine wunderschöne Schuluniform anziehen. Besser hätte dieser Tag für mich überhaupt gar nicht anfangen können! Nachdem ich dann runtergeganen bin musste ich mir erstmal von fast allen anhören, dass meine Schuluniform doch total schön sei und das hat mir dann gereicht. Ich hätte direkt in den Flieger nach Deutschland steigen können, weil ich ja sowieso nicht die geringste Lust auf die Schule hatte und dazu noch dieser wundervolle morgen.
Da kein Flieger von meinem Haus aus fliegt, bin ich halt mit meinem Papa in die Schule gefahren. Während der Fahrt ist mir so richtig klar geworden, dass ich diese Schule ein Jahr besuchen werde, nicht nur ein paar Tage! Mir ist klar geworden, dass ich hier nicht nur einen kurzen Austausch wie meine drei Monate Frankreich damals, sondern dass ich hier wirklich ein ganzes Jahr bleiben werde. In der Schule angekommen war das so ein komisches Gefühl, denn die meisten kannten sich und haben sich total nett und freundlich begrüßt und ich kannte halt gar keinen. Mein Papa hat mich dann ein paar anderen aus meiner Klasse vorgestellt und daraufhin ist er gegangen. Und dann war ich alleine! Mit vielleicht hundert anderen Ecuadorianern, die ich nicht kannte. Wir mussten uns dann in Reihen aufstellen und dann hat der Direktor ne kurze Ansprache gehalten, wovon ich natürlich null verstanden habe. Danach sind wir in die Klassen gegangen und ich hatte ein großes Problem, den ich wusste nicht ob ich in der Klasse a oder b bin. ich bin den anderen einfach hinterhergelaufen und bis heute bin ich jetzt in der a, obwohl ich eigentlich in der b sein sollte:)das interessiert hier aber niemanden.
In der Klasse wurden uns dann gefühlte 5 Stunden die verschiedensten Regeln erklärt, wovon ich natürlich nichts verstanden habe:) Die eine Lehrerin hat irgendwann so gefragt, ob zwei Personen bereit wären sich ein bisschen um mich zu kümmern und mir bei Problemen beiseite zu stehen. Fast alle Arme der Klasse sind nach oben geschossen - ich war baff! Ich habe ja vorher schon gemerkt, dass die Ecuadoraner sehr freundlich und offen sind, aber mit sowas hätte ich beim besten Willen nicht mitgerechnet. Ich durfte mich dann neben Camila, die ausgesucht wurde und richtig gut englisch spricht (endlich mal eine :D) setzten, damit sie mir manchmal ein bisschen was übersetzten kann. Darüber bin ich echt sehr froh, da dieser sehr schöne Klassenraum hallt wie sonstwas! Selbst wenn ich mich anstrenge, was zu verstehen verstehe ich nichts, weil es so hallt.
Alle neuen-mich eingeschlossen- mussten so einen komischen Englischtest machen, damit wir irgendwie eingestuft werden können. Dieser Test war echt überhaupt nicht schwer:)

Meine Klassenkameraden sind echt alle total nett und freundlich :) Heute hat mich einer so gefragt, was ich denn alles für Sprachen kann. Ich meinte so, dass ich natürlich deutsch kann, englisch auch so, dass ich mich unterhalten kann, französisch auch ganz gut, weil ich ja in Frankreich bin und ich ja gerade dabei bin spanisch zu lernen. Er war ganzschön baff und meinte nur so,  dass er ja nur mit englisch schon Probleme hat. Ein anderer meinte dann so, dass er ja noch nichtmal Spanisch vernünftig schreiben könne:) Ich musste so lachen und alle anderen auch :)
Meinen Physiklehrer mag ich allerdings überhaupt nicht, denn er hat so Formeln angeschrieben und die sollten wir dann ins Heft übertragen. Soweit so gut, aber kurz vor Ende der Stunde meinte der dann so, dass wir jede Formel fünf mal aufschreiben müssten und nicht vorher in die Pause gehen dürften. Ich fand das natürlich vollkommen sinnlos und irgendwie waren dann schon alle fertig und durften gehen und ich war aber noch nicht fertig. Ich hatte dann auch kein Bock mehr weiter zu machen und bin dann halt zu ihm hingegangen, weil er jedes Heft auch kontrolliert hat. "Das ist aber nicht fertig! Das musst du noch machen", war sein Kommentar zu meinem Heft. Ich meinte darauf hin dann, dass ich sowieso nichts verstehe (was er wusste), die Variablen in Deutschland anders benannt sind (was er wusste) und ich eine Austauschschülerin (was er wusste) bin und ich sowieso keine Noten brauche und ich nur hier bin um die Sprache und die Kultur zu lernen. Seine Antwort war, dass ich das zuhause fertig machen muss. Na super! In der Pause habe ich dann erfahren, dass es nicht nur unserer Physiklehrer, sondern auch unser Mathelehrer ist- wie ihr euch sicher vorstellen könnt, habe ich mich riesig gefreut!
Mein Biolehrer ist mir auch nicht so der sypatischte, der kam in die Klasse, hat mich gesehen  und er hat natürlich sofort erkannt, dass ich nicht von hier komme mit blonden Haaren und heller Haut ist das natürlich nicht zu übersehen :D  ER fragt dann so in die Klasse, ob ich von hier sei und ob ich spanisch könnte. Hat mich natürlich sehr gefreut, dass er mich nicht wie alle anderen persönlich gefragt hat. Als ich dann mit meiner normalen Stimme und aus der zweiten Reihe gefragt habe, ob ich mal bitte auf die Toilette gehen dürfte, sollte ich das alles nochmal lauter wiederholen- in diesem Moment wurde es natürlich total still in der gesamten Klasse, sodass jeder mir zuhörte. Toll war das nicht am ersten Tag.
Achso ja vielleicht noch was allgemeines: die Schule fängt um 7.30 an und hört um 14.10 auf. An dem ganzen Tag gibt es nur eine Pause, die eine halbe stunde lang ist.
Mein erster Tag war doch gar nicht so schlimm, wie erwartet. Blond sein hilft hier echt weiter :)

viele Grüße vom anderen Endeder Welt
Lisa

P.S Ich konnte die Bilder von meinem Handy irgendwie nicht auf meinen Computer laden, deswegen kommen auch diesmal die Bilder später

Mittwoch, 27. August 2014

"bienvenida"

Hey,
am Sonntag war mein erster richtiger Tag in Ecuador. Was haben wir gemacht?
Also erstmal konnte ich nur so bis um fünf geschlafen, weil ich die deutsche Zeit noch gewöhnt war. Für alle, die es nicht wissen Ecuador ist sieben Stunden zurück:D So gegen acht bin ich dann aufgestanden, weil ich meine Mama schon draußen gesehen habe. Zum Fühstück haben wir ganz viel frisches Obst, ein gekochtes Ei und Brot gegessen. Das Obst ist hier sooooo lecker:D Ich habe Papayas (werden die so geschrieben?:D) probiert und naja ich finde die ja ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber die Ananasse (das hört sich echt komisch an:/) schmecken hier tausendmal besser.
Nach dem Frühstück sind wir dann losgefahren- ich hatte verstanden, dass wir in ein Schwimmbad gehen, ich habe gedacht ein öffenliches oder so. Aber plötzlich sind wir dann in ein riesen großes Tor gefahren und dann habe ich erstmal gestaunt. Es war ein riesen Grundstück, mit großen Haus, riesen Garten und Pool. Wir haben uns dann umgezogen und draußen war es ziemlich kalt, weil es ziemlich gewindet hat. Mein papa meinte dann, dass das Wasser total warm sei. Ich war mir aber nicht so sicher, ob ich das glauben kann, weil er sehr gerne Späße macht:D Und tatsächlich, der Pool war warm :D
Wir waren dann ganze vier Stunden IM Pool. Wir haben viel geredet, was echt anstrengend ist, "Volleyball" mit einem Basketball gespielt, ich habe ien bisschen Spanisch gelernt und wir haben auch im Pool gegessen. Meine Mama kam dann irgendwann mit Bananenchips an und wollte, dass ich die esse. Eigentlich mag ich Bananen überhaupt gar nicht gerne, aber ich bin Vegetarierin und darüber macht sich meine Mama schon die ganze Zeit Gedanken, sodass ich nicht nein sagen konnte. Ich muss sagen, dass ich diese Bananenchips über alles liebe*_* Die sind bisher mein lieblings Essen hier und ich finde die auch viel besser als ganz normle Chips. Da sieht man wieder, dass man alles probieren sollte:D
Eigentlich war es die ganze Zeit nur bewölkt, aber meine Haut ist die ecuadorianische Sonne nicht gewöhnt. Ich hatte auch vergessen mich einzucreamen, weil es auch überhaupt nicht warm war. Naja dem entsprechend sah ich dan auch aus, als ich ins Haus gegangen bin. Als mein Onkel mich gesehen hat, hat er mega angefangen zu lachen hat auf sein Gesicht gezeigt und meinte nur "herzlich willkommen in Ecuador" :D Die meisten Leute lachen einfach, dass ich so krebsrot bin. Aber meine Mama muss es auch einfach jedem erzählen. Aber sie ist total süß, weil sie sich so viele Sorgen um mich macht. Sie könnte mich ja nicht zum Sprachcamp an den Strand und auf die Galapagosinseln fahren lassen, wenn ich jetzt schon so einen Sonnenbrand habe:D Wir gehen jetzt erst mal einen großen Sombrero kaufen :D
Meine Gastfamilie ist soooo super*_* ich liebe die voll, weil einfach alle so unglaublich nett zu mir sind und ich mich super in die Familie integriert fühle. Ich fühle mich nicht mehr als Gast :D Meine Familie besteht aus meiner Mama und meinem Papa und zwei Söhnen José Rafael und Pablo. Pablo ist 17 und José Rafael ist älter. Das sind meine neuen Brüder:D Achso und ich lerne mit Pablo immer Spanisch, was echt Spaß macht und mega lustig ist:D und zur Familie gehört noch ein Hund, der richtig witzig ist, denn der liebt es mit einem Besen abgebürstet zu werden. Mann muss nur aus dem Haus gehen und in Richtung des Besens laufen, dann kommt er schon angerannt und legt sich vor deine Füßé.
Ich hätte mir keinen besseren ersten Tag vorstellen können:D
Viele Grüße
Lisa
P.S Ich füge nachher noch Bilder von allem hinzu :D 

Von Deutschland nach Ecuador in 15 Stunden

Hey ihr Lieben,
so jetzt habe ich es auch endlich mal geschafft was neues zu schreiben:D Ich konnte meinen Computer nämlich nicht laden, weil die Steckdosen hier anders sind und das Computerladekabel nicht in meinen Adapter passt. Aber gestern habe ich rausgefunden, dass der Stecker im Bad passt und jetzt habe ich mein Ladekabel einmal über den Flur gespannt :D
Ich habe ziemlich viel zu erzählen und habe mir gedacht, dass ich lieber kleinere Posts mache, weil sich das sonst ja keiner durchlesen möchte:D
Am Samstag ging es für mich und meine Familie um halb vier Uhr morgens los zum Flughafen. Dort hieß es dann Abschiednehmen, was mir sehr schwergefallen ist, denn ich wusste überhaupt nicht, was mich erwarten wird. Aber als ich mit den anderen Inbounds (krass wir sind jetzt Inbounds :D) durch die Sicherheitsschleuse durch bin, war ich überhaupt nicht mehr traurig- ich war überglücklich, dass es endlich los ging. Am Gate haben wir dann alle anderen Inbounds, die ab Frankfurt fliegen getroffen. Nach ungefähr einer Stunde sind wir dann mit Verspätung in Amsterdam gelandet und dann hieß es das Gate und die anderen Austauschschüler zu finden. Da die meisten ihre Blazer anhatten war das überhaupt kein Problem :D Als wir dann alle durchs boarding durch waren, haben wir Pins und Armbänder getauscht.
Und dann war es so weit, wir saßen alle im Flieger und sind in Richtung Ecuador gestartet. Der Flug hat zwölf Stunden gedauert, aber wegen den anderen Austauschschülern wurde es nicht langweilig. Meinen Vordermann hätte ich aber ganz gerne in Amsterdam gelassen, weil der immer seinen Sitz nach hinten gestellt hat ohne zu fragen und sich dann immer so in den Sitz geworfen hat, dass ich überhaupt keinen Platz mehr hatte. Als ich ihn dann freundlich darauf hingewiesen habe, dass er seinen Sitz bitte ein kleines Stückchen nach vorne stellen soll, weil ich überhaupt keinen Platz habe, kam nur ein unfreundliches Grunzen und er hat seinen Sitz nach vorne gestellt. Meine Freude darüber hielt nicht lange an, denn keine fünf Minuten später hatte er ihn schon wieder nach hinten gestellt.
Die zwölf Stunden gingen zeimlich schnell rum und dann mussten wir uns wieder für die Landung anschnallen. Und dann wurde ich so richtig nervös. Was ist, wenn meine Koffer nicht ankommen, meine Gastfamilie nicht da ist oder ich mich mit der überhaupt nicht verstehe? Aber als wir dann gelandet sind, sind meine ganzen Befürchtungen verflogen und wir mussten ewig anstehen, für die Pass- und Visakontrolle. Im Flugzeug haben wir uns dann von circa der Hälfte der Inbounds versabschiedt, denn sie sind noch wieter geflogen. Nachdem wir dann unser Gepäck hatten- zum Glück alle vollständig :D- und durch den Zoll durch waren, hieß es nach draußen zu gehen. Man konnte schon immer durch die Tür sehen, dass da mega viele Leute stehen und auf warten. Es wollte eigentlich keiner vorgehen, denn der Flughafen war so ein Niemansland. Das Durchqueren dieser Tür war nämlich der Start unseres Jahres und das war ein Gefühl, dass ich eigentlich gar nicht wirklich beschreiben kann, denn man freut sich seit einem Jahr auf diesen Moment, doch gleichzeitig könnt eman genauso gut wieder nach Hause fliegen :D Als wir dann durch diese Tür gekommen sind war das so krass: richtig viele Menschen, die laut irgendwelche Namen rufen und gleichzeitig eine Sprache sprechen, die man nicht versteht:D und es waren überall richtig viele Plakate mit Namen. Ich fand das so überwältigend zu sehen, wie sich alle freuen, dass wir kommen.  Ich hab meinen Papa und meine Mama sehr schnell gefunden und dann hieß es sich zu begrüßen und acuh nur irgendwas zu verstehen :D Die Autofart war ein bisschen komisch, weil meine Mama überhaupt kein und mein Papa nur ein ganz bisschen englisch spricht. Außerdem ist hier alles total anders. Menschen auf der Straße, die irgendwas verkaufen wollen, viele Menschen und ein riesen großer Unterscheid zwischen arm und reich. Zuhause angekommen, wurde mir das ganze Haus gezeigt und ein paar Sachen erklärt. Nach einem super leckerem ersten Abendessen in Ecuador bin ich dann total tot um zehn Uhr Ortszeit also in Deutschland um sieben Uhr morgens ins Bett gefallen.
andere Inbounds im Flugzeug von Frankfurt nach Amsterdam

meine Familie und Freunde

Menschen, die auf der Straße Sachen verkaufen müssen

überlall ist die ecuadorianische Flagge zu sehen

ein riesen großes Einkaufszentrum und hier wachsen Palmen :D
das sind die Steckdosen hier

Montag, 14. Juli 2014

Warum Ecuador?

Hey ihr Lieben,

ich möchte euch jetzt mal meine Geschichte erzähhlen, wie ich zu Ecuador gekommen bin.
Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich entschieden, den Rotaryaustausch mitzumachen und habe daraufhin angefangen mich zu bewerben. Die Länder müssen zwar erst später entgültig festgelegt werden, aber ich habe mich natürlich sofort über die verschiedenen Möglichkeiten informiert. Auf der Länderliste standen ganz viele komplett verschiedene Länder. Zu fast jedem Land wusste ich irgendetwas und konnte mir was vorstellen. Doch dann habe ich Ecuador gelesen und gemerkt, dass ich über dieses Land fast nichts weiß. Ich habe daraufhin angefangen im Internet nach Erfahrungsberichten aus Ecuador zu suchen und habe mich durch diese quasi in Ecuador verliebt.
Doch auf dieser Liste war noch ein zweites Land, von dem ich mir nichts vorstellen konnte- Venezuela. Ich habe auch hier wieder nach Internetblogs und Erfahrungsberichten gesucht. Ich hatte mich auch in Venezuela verliebt und konnte zu dem Zeitpunkt gar nicht sagen, welches Land mir besser gefällt bzw. wo ich mein Austauschjahr verbringen möchte. Aber als ich die beiden Länder verglichen habe, ist mir schnell aufgefallen, dass Venezuela Karibikküste hat :D Schon als ich ein kleines Kind war, wollte ich schon mal in die Karibik. So war für mich die Wahl doch ganz einfach und ich habe mich für Venezuela entschieden:D
Bei der ersten orientation habe ich dann auch mein Wunschland Venezuela bekommen :D Ich war so überglücklich, dass das geklappt hatte. Doch im Februar haben die Proteste in Venezuela angefangen, wie die meisten von euch wahrscheinlich mitbekommen haben. Ich weiß noch genau, dass ich während meines Betriebspraktikums in Frankreich auf dem Sofa saß und das erste mal von den Protesten in den französischen Nachrichten gehört habe. Genau da wurde mir irgendwie und irgendwo in meinem Unterbewusstsein klar, dass es für mich wahrscheinlich riesen Probleme bezüglich meines Austauschs in Venezuela geben wird. Genauso war es dann leider auch! Circa drei Tage später habe ich von meinem Betreuer eine Email bekommen, dass es sehr wahrscheinlich große Probleme mit meinem Austausch geben wird, man aber nochmal abwarten müsse. Noch ein paar Tage später kam dann die Email, dass Rotary-Deutschland uns verbietet nach Venezuela zu fahren! Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war ich überhaupt gar nicht begeistet! ich war geschockt, denn ich hatte mich schon so auf Venezuela gefreut.
Es hat dann ziemlich lange gedauert, bis Rotary mir eine andere Alternative geboten hat. Ich durfte mich zwischen drei Ländern entscheiden und dann dort mein Austausch machen. Die drei Länder waren Peru, Kolumbien und Ecuador. Für mich ging dann das große Vergleichen los. Ich habe diese Email im unterricht bekommen und habe daraufhin sofort angefangen eine Tabelle mit den drei Alternativen zu erstellen und die länder miteinander zu vergleichen. Kolumbien kam für mich ziemlich schnell nicht Infrage, weil es von den drei Möglichkeiten die unsicherste war. Ich wollte einfach nicht nochmal erleben müssen, dass irgendetwas passiert und ich dann nicht dahin fahren kann.  Die Entscheidung zwischen Peru und Ecuador war für mich dagegen schon schwieriger. Aber schlussendlich haben es die Galapágosinseln es entschieden:D Ich habe meinem Betreuer geschrieben, dass ich mich für Ecuador entschieden habe.
Die entgültige Zusage habe ich erst viel später bekommen. Während der Osterferien kam dann die langerwartete Email, dass es jetzt schriftlich ist, dass ich nach Ecuador gehen darf.
Am Anfang war ich natürlich noch nicht so überzeugt und begeistert, da mein Wunschland ja immernoch Venezuela war. Aber nachdem mir meine Gastfamilie dann schrieb, habe ich so richtig angefangen mich zu freuen. Jetzt bin ich einfach nur so froh, dass ich nach Ecuador fliegen darf :D
Nur noch  39 Tage :D
Viele Grüße
Lisa :D

Freitag, 4. Juli 2014

Blazer und Pins- die Wahrzeichen des Rotaryaustauschs


Hey ihr alle,

ich möchte euch heute die Wahrzeichen des Rotaryaustausches vorstellen- Der Blazer und die Pins.
Jeder Austauschschüler bastelt sich landestypische Pins, die er dann während seinses Austauschjahres mit andere Austauschschüler tauscht. Doch die Pins sollen nicht verloren gehen, deswegen gibt es den Blazer.
Jeder Outbound (eine Person, die in der Vorbereitungsphase ist und nächstes Jahr weggehen wird) bekommt irgendwann seinen Blazer. Wenn man möchte, kann man schon mit dem Pinsammeln anfangen, wenn man noch ein Outbound ist. Denn bei den ganzen Orientations sind auch Inbounds (die, die ihr Auslandsjahr gerade machen) anwesend und man da schon mit dem Tauschen anfangen.
Ich habe schon direkt mit dem Tauschen angefangen, da ich es unglaublich toll finde, Pins aus den verschiedensten Ländern zu haben:)
Wir hatten insgesamt von Oktober bis Juni sechs Orientations. Natürlich haben wir bei den Treffen immer Themen besprochen, die mit unserem Jahr zu tun haben, aber trotzdem hatte ich nie das  das Gefühl, dass es bald losgeht. Als wir dann im Mai unsere Blazer bekamen, habe ich mich dazugehörig gefühlt. Ich habe gemerkt, dass es jetzt nicht mehr lang ist, bis wir die gleichen oder ähnliche Dinge wie die Inbounds erleben werden. Ich finde, dass der Austausch mit den Blazern erst richtig begonnen hat- zumindestens das Gefühl ein Austauschschüler zu sein. Das ging nicht nur mir so :)

Mein Blazer von vorne
Mein Blazer von hinten

Ihr denkt euch jetzt vielleicht, dass ich schon voll viele Pins habe und ja keinen Platz mehr für neue habe.
Ich habe zwar schon einigen Pins, doch im Vergleich zu einem Inbound habe ich noch echt wenige und ich habe auch noch ganz viel Platz:) Wenn vorne alles  voll ist, kann ich ja die Rückseite auch noch behängen :) Ich werde euch auch sicher nochmal ein Bild hochladen, während meines Jahres, dann ist der Blazer wirklich voll:)
Die Idee für die Flaggen auf der Rückseite habe ich mit einer japanischen Austauschschülerin, Riyo bekommen. Riyo hat auf dem Rücken eine deutsche und eine japanische Flagge:) Wir fanden diese Idee gut, weil es gleichzeitig unsere Heimat und unser Gastland repäsentiert.

Ich zeige euch auch mal meine Pins, damit ihr euch sie besser vorstellen könnt :)
Jeder Outbound bekommt von Rotary so kleine Deutschlandfahnenpins und auch noch andere. Ich wollte auch unbedingt noch welche selber basteln, deswegen habe ich mich in den Osterferien mit meiner Freundin getroffen, die ich erst durch die  Orientations kennengelernt habe:) Wir hatten an diesen drei Tagen sehr viel Spaß:) Einen ganzen Tag haben wir die Pins gemacht. Ich hatte vorher bei der Brauerei in meiner Stadt nach Kronkorken gefragt und habe welche umsonst bekommen. Hinten haben wir einfach Sicherheitsnadel geklebt und fertig waren die ersten Pins. Zuerst haben wir hinten neben den Sicherheitsnadeln noch Bänder in schwarz, rot und gold befestigt- doch das hat uns irgendwann zu lange gedauert und wir haben am Ende nur noch die Sicherheitsnadeln benutzt :) Aus Bügelperlen haben wir auch noch Flaggen gemacht, aber da haben wir auch nicht so viele von, weil es erstens echt lange gedauert hat, die zu machen und zweitens hatten wir am Ende einfach keine Bügelperlen mehr:)  Das Pinsmachen war echt anstrengen und hat lange gedauert, aber zu zweit war es doch sehr lustig :)
Ich habe dann noch ganz viele Firmen angefragt, ob sie mir vielleicht Pins zuschicken könnten :) Ich habe total viele Absagen bekommen. Doch so nach zwei Wochen kamen auf einmal doch ganz viele Pins und ich habe jetzt echt mehr als genug. Insgesamt habe ich 460 Pins und in Ecuador sind nur 140 Austauschschüler:) Naja dann bekommt jeder halt mehrere :)
Ich lade eine Liste hoch, damit vor allem Outbounds, die noch keine Pins haben, mal schauen können, wer mir viel geschickt hat:)

das sind alle meine Pins

die ganz links sind die selbstgemachten:)

das ist die Liste:) ich habe noch 20 von München bekommen:)


So das wars wieder einmal :)
Viele Grüße
Lisa :)